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FH2Rail-Team startet in die Saison
FH Aachen | Arnd Gottschalk
“Was Ihr hier macht, ist gelebte Ingenieurspraxis”, sagte Prof. Dr. Andrea Upmann, Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales beim Roll-Out von Carla. Das Team FH2Rail tritt mit seiner selbstgebauten Lokomotive im Juni bei zwei Wettbewerben an, und zwar diese Woche bei der Alpha Trains European Railway Challenge in Bad Schussenried und Ende des Monats bei der IMechE Railway Challenge im englischen Melton Mowbray.
Enthüllung im Hörsaal
Für die Präsentation ihrer Lokomotive hatten die FH-Studierenden sich etwas Besonderes einfallen lassen: Sie verlegten einen Schienenstrang von ihrem Labor im Kompetenzzentrum Mobilität der FH Aachen bis in den Hörsaal, entsprechend gut konnten sie Carlas Enthüllung in Szene setzen. Sie fuhren die Lok in den Saal, wo vor den rund 100 Gäste schließlich das Geheimnis gelüftet wurde. Die aktuelle Lok baut auf dem Vorjahresmodell auf, bei der Technik gibt es allerdings zahlreiche Weiterentwicklungen. Mit diesem Paket will das Team an die sehr guten Ergebnisse aus dem Vorjahr anknüpfen.
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Zwei Gesamtsiege
“Das Tolle an diesem Projekt ist, dass Ihr die Lok selbst entwickelt und baut”, sagte Andrea Upmann. Es sei höchst anspruchsvoll, neben der technischen Konstruktion auch Themen wie Zeitmanagement, Projektplanung und Sponsorenakquisition zu verfolgen. Dank der Teilnahme an den internationalen Wettbewerben habe die FH2Rail-Initiative Leuchtturmcharakter für die Hochschule – auch dank der beiden Gesamtsiege bei der IMechE Railway Challenge in den Jahren 2019 und 2022.
"Es geht nur im Team"
Für den Dekan des Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik, Prof. Dr. Kristian Arntz, ist die Interdisziplinarität einer der wichtigsten Aspekte. “Das ist genau das, wo Ingenieurausbildung hingeht”, betonte er, “es geht nur im Team.” Bemerkenswert sei auch, dass das Wissen und die Erfahrung von Jahr zu Jahr innerhalb der Gruppe weitergegeben werde.
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Maßstab 1:5
Die Railway Challenges bieten angehenden Ingenieur:innen eine stark praxisorientierte Plattform, innovative Schienenfahrzeugkonzepte zu entwickeln und zu erproben. Studentische Teams aus ganz Europa bauen fahrtüchtige Lokomotiven im Maßstab 1:5. Auf einer Parkeisenbahnstrecke mit 10,25 Zoll Spurweite im oberschwäbischen Bad Schussenried werden die Fahrzeuge unter realistischen Bedingungen in verschiedenen Kategorien wie Traktion, Bremsverhalten, Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Fahrkomfort geprüft. “Ziel des Wettbewerbs ist es, den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs praxisnah an die technischen, wirtschaftlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen des Eisenbahnsektors heranzuführen”, sagt Tim Tappert, der das FH-Team zusammen mit Professor Dr. Bernd Schmidt betreut. Jörg Hagemeyer, Engineering Director von Alpha Trains, betont: “Als Unterstützer dieses Wettbewerbs möchten wir gezielt junge Talente fördern, die mit kreativen und praktischen Ansätzen den innovativen und umweltfreundlichen Schienenverkehr von morgen gestalten.”
Acht Teams sind am Start
In diesem Jahr gehen acht Teams bei der European Railway Challenge an den Start: EAGLE (TH Nürnberg), PUTrain (TU Poznan/Polen), FH2Rail (FH Aachen), Loc.KA.engineering e.V. (Karlsruhe Institute of Technology, KIT), Next Stop: Innovation! (Ostfalia HaW), Heron (Anglia Ruskin University UK), ifs Charlemagne Express (RWTH Aachen) und Locomotive Engineering Team (Budapest University of Technology and Economics, BME). Das Team Ceylonic E Rail aus Sri Lanka musste absagen, möchte aber 2027 dabei sein.
Interdisziplinäres Team
Das FH2Rail-Team baut und testet seine Lokomotive im Schienenfahrzeugtechniklabor des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik, das sich im Untergeschoss des Kompetenzzentrums Mobilität an der Hohenstaufenallee befindet. Beteiligt sind 15 Studierende der Fachrichtungen Maschinenbau, Schienenfahrzeugtechnik, Mechatronik, BWL, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften.
Dank an die Unterstützenden
Die Alpha Trains European Railway Challenge wird möglich gemacht durch die langjährigen Sponsoren und Partner Alpha Trains Europa (Hauptsponsor und Namensgeber), Stadler Rail Management AG und Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.
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